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  1. #11
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    Hallo @Magnus,

    ich lasse mal das Modellieren in meiner Antwort weg, hier gibt es viele verschiedene Meinungen und alle haben Recht, aus Ihrer Perspektive.

    Nun zu deiner angesprochenen Ablaufplanung:
    Wir praktizieren schon den Datenaustausch mit übergabe der BIM-Modelle (Arch, TWP, TGA). Es gibt hierzu einen Turnus bzw. nach Fertigstellung der Modelle. Pläne werden erst bei "Abgaben" zum Bauherren ausgeliefert. Die passiert alles nun im "Closed-BIM".

    Wer ist für was Zuständig:
    Es ändert sich nichts an den Verantwortlichkeiten, wie bisher. Der Objektplaner (Arch) koodiniert alle Gewerke. Die Gewerke koordinieren sich selbst. Nun kommen wir zur Kontrolle der BIM-Modelle. Jede Disziplin ist, wie bisher, Verantwortlich für seine Daten, früher Pläne nun BIM-Modell.

    [Edit:] Fachwerksmodelle:
    Ein Gesamtesmodell für alles funktioniert nur bei kleinen Bauvorhaben (EFH). Bei allem anderen werden die Daten zu groß und mit der normalen Hardware nicht zu realisieren. Somit gibt es nicht nur Fachmodelle (Jede Disziplin für sich), sondern auch noch wirden die einzelnen Bereiche auch gesplittet.
    Beispiel:
    Architekt: Modell 1: Tiefgeschosse; Modell 2: EG bis Dach (Ohne Fassade); Modell 3: Fassade
    TWP: Modell 1: Bauteil 1; Modell 2: Bauteil B; Modell 3: Baugrube
    TGA: Modell 1: Lüftung; Modell 2: Sanitär + Heizung; Modell 3: ...

    Meine Erfahrung: der Architekt trennt nach Ebenen bzw. geschlossene Systeme, wie Fassade.
    Der TWP arbeitet gerne mit Bauteilen, die mit Dehnfuge getrennt sind und einem übergreifenden Modell.
    Der TGA-Planer hingegen trennt seine Modelle eher nach Gewerken. Es können auch mal 2 bis 3 TGA-Planer an einem Projekt arbeiten. [Edit Ende]

    Kontrolle des BIM-Modells auf Konsistenz der Daten:
    Hier scheiden sich die Geister. Die einen meinen der Architekt soll dies mitmachen (Mehraufwand, geregelt als Zusatzleistung in der HOAI), die anderen meinen ein Zusätzlicher Vertragspartner (eventuell Projektsteurer). Die Projektsteurer sind momentan, die größere Zahl, noch nicht fähig dies zu tun. Was nun sinnvoll ist wird die Zukunft zeigen.

    Unsere Firma nimmt an einem VGV-Verfahren teil. In diesem ist die BIM-Planungsmethode 5D (Open-BIM) mit Ausgeschrieben. Somit ist das, was ich schreibe, nicht weit weg von der Realität in Deutschland, Modelle auszutauschen.
    Last edited by skCharly : 08.06.2017 at 09:02
    Charly
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  2. #12
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    Was phantasiert ihr im Zeugs umher? Ich als Architekt erstelle ein Gebäudemodell und der Bauingenieur nimmt mein Modell, berechnet die Statik und erstellt mir die Schalungs- und Armierungspläne für Stahlbeton usw. Die Aufgabenverteilung ist doch klar geregelt, da gibt es nichts zu diskutieren. Nur die Schnittstelle von Revit gibt zu denken...
    Gruss aus der Schweiz

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  3. #13
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    Hallo beanzi,

    Bleib weiter bei deinem Papier Austausch ohne DWG und PDF, Geschweige denn eines 3D-Modelles.

    Mehr steht einem anderen Planungsbeteiligten nicht zu (Ohne dies in den Vertrag zu schreiben).
    Charly
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  4. #14
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    Moin zusammen !

    hir ein Link zum "BIM-Leitfaden", in dem Vorschläge für die Aufteilung und Verantwortlichkeiten enthalten sind.
    BUND BimLeitfaden
    In Deutschland entwickelt sich das gerade erst. Andere Länder (vorallem im nicht deutschsprachigem Ausland, allen voran Singapur) sind da schon welten weiter.
    In Singapur wird der Bauantrag mittels 3D-BIM-Modell erstellt. Und zwar schon per Gesetz seit 2013.

    Gruß, Bernhard

  5. #15
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    Hallo Bernhard,

    ich weis.

    GUTEN MORGEN DEUTSCHSPRACHIGER RAUM!!!
    Charly
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  6. #16
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    Ich habe diesen Thread eröffnet, weil ich mich über die fehlerhaften Kontrollpläne von Schalungspläne vom Bauingenieur aufgeregt habe. Mir ging beim Rotstift die Farbe aus...;-)

    @skCharly
    Es ist doch in meinem Interesse, dass wir eine durchgängige und fehlerfreie Planungskette haben. Wenn ich ein Gebäude 3D modelliere, muss doch der Bauingenieur meine Daten 1:1 übernehmen können, dann gibt es keine Fehler mehr. Die Frage ist, ob den Bauingenieur die Schuld trifft wegen den vielen Fehler oder ob ich vielleicht einen Beitrag leisten kann die Fehlerquellen zu beseitigen. Wenn man bedenkt, dass Revit ein Register "Ingenieurbau" hat, müsste man doch meinen es sei ein Kinderspiel.

    @fetzerman
    vielen Dank für den Link. Ich werde mir das Dokument mal zu Gemüte führen. Wenn man sich aber die Danksagung dieses Dokumentes liest, dann kann man sich ein Bild machen, wie viele Beamte hier mitgemischt haben. So kann's nicht gehen.
    Gruss aus der Schweiz

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  7. #17
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    Hallo Beanzi,

    sry wollte dich nicht angreifen.

    Grundsatz und bisherige Rechtsprechung:
    Jede Disziplin haftet für seine Lesitung. Die Rechtsanwälte gehen davon aus, dass dies sich in Zukunft bei "BIM" (Es gibt Fachplaner Modelle) nichts ändern wird (gibt keine Rechtsfälle zur Zeit und wird noch ca 10-15 Jahre dauern, bis es rechtskräftige Urteile gibt).

    Nun zu deiner "Rotstift" Problematik:
    Es gibt weiterhin Büros die 2D Arbeiten (sogar noch ohne CAD), egal was du ihnen zur Verfügung stellst. Ausser es ist vertraglich geregelt. Ob diese mit deinen Daten etwas anfangen können oder nicht, kommt auf die Lernbereitschaft und auf die Bürostruktur an. Dies schließt die BIM-Methode auch nicht aus.

    Vielleicht hast du mal das "Glück" mit einem Bauherren, wo du Einfluss darauf nehmen kannst, dass das Büro mit der gleichen Software arbeit. Dies vereinfacht so manches.

    Du kannst auch, wenn du in einem Zentralmodell arbeitest, überlegen, ein TWP-Workset anzulegen und alle "Rohbau Relevanten Daten" dort ablegst. Dieses Workset kannst du extra übergeben / exportieren / anzeigenlassen. Damit hast dann alles in deinem Möglichen getan, um Fehlerhafte Übernahmen zu vermeiden. Dies wird nicht zu 100% gelingen, aber aus eigener Erfahrung heraus sind dann noch Kleinigkeiten dann anzupassen.

    Hier mal unser "Workflow", wie es auf neudeutsch heist:
    Workflow.jpg

    Edit: Sry soll keine Schleich-Werbung sein. Wurde an das "spezifische" Projekt angepasst.
    Charly
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